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Städtereisen

Potsdamer Platz

altes Scheunenviertel

Alexanderplatz

Dönerbude

Automatenvariete

Tempodrom

Tacheles

Variete

Tacheles Hinterhof

Asian Fusion Food

von oben nach unten:
Potsdamer Platz
das alte Scheunenviertel, gezeichnet von Heinrich Zille
Alexanderplatz
Döner-Bude an der Oranienburger Straße
Automaten-Variete, gezeichnet von Heinrich Zille
Tempodrom
Tacheles
Variete, gezeichnet von Heinrich Zille
Brachfläche zwischen Friedrichstraße und Oranienburger Straße
"Asiatische Fusion Küche" an der Oranienburger Straße

Städte-Reisen: Berlin

Zur Attraktion und zum Mythos Berlins gehören

Film, Literatur und Kunst,

Theater, Variete und Kabarett,

Oper, Ballett und Konzert,

Operette und Musical,

Jazz, Rock und Pop,

jüdisches Leben und Multikultur,

alternative Projekte,

junge Mode,

sexuelle Freiheit und homosexuelle Bewegung,

Clubs und Party.

Die Nationalsozialisten beendeten die lebendige Weltstadt-Kultur des Berlin der 1920er Jahre abrupt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in den beiden Hälften der Stadt kulturelles Leben in Konkurrenz - künstlich belebt und gefördert.

Inzwischen gibt es in Berlin wieder eine faszinierende Hauptstadt-Szene und jüdische Einrichtungen - über unvernarbte Wunden hinweg.

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Variete, Cabaret und Comedy

Die Berliner Tradition der großen Revuen versucht der Friedrichstadtpalast in der Friedrichstraße 107 am Leben zu erhalten (U-Bahnhof Oranienburger Tor, U6, S- und U-Bahnhof Friedrichstraße S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6).

Das Wintergarten Variete hat sich den Namen von einem berühmten Etablissement in der Friedrichstraße der 1920er Jahre geliehen. Das heutige Wintergarten Variete befindet sich in der Potsdamer Straße 96 in Berlin-Tiergarten (U-Bahnhof Kurfürstenstraße, U1, U-Bahnhof Bülowstraße, U2).

Das Chamäleon Variete in den Hackeschen Höfe an der Rosenthaler Straße 40-41 zeigt modernes Variete und Comedy (S-Bahnhof Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9).

In einem für Tanzveranstaltungen konstruierten holländischen Spiegelzelt aus dem Jahr 1912 bietet die Bar jeder Vernunft Theater und Cabaret in der Schaperstraße 24, das Zelt steht ganz in der Nähe des Kurfürstendamms auf dem Parkdeck neben dem Haus der Berliner Festspiele (U-Bahnhof Spichernstraße, U1, U9). Eine Zweigstelle hat die Bar jeder Vernunft im Tiergarten in der Großen Querallee vor dem Kanzleramt eingerichtet (S-Bahnhof Unter den Linden, S1, S2, S25, S26, Bus 100, Schiffsanleger Haus der Kulturen der Welt). In dem Zelt mit Gastronomie treten Chanson, Cabaret und Comedy Stars auf.

In Berlin Tempelhof zeigt das alternative Internationale Kulturzentrum UFA-Fabrik in der Victoriastraße 10-18 Comedy und Variete (U-Bahnhof Ullsteinstraße, U6). Die Künstler können Sie über die hauseigene Künstleragentur für eigene Veranstaltungen buchen.

Ein gemischtes Programm, darunter auch politisch-literarisches Kabarett bietet die ehemalige Grenzabfertigungshalle Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße (S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6).

Politisch-literarisches Kabarett

Die 1949 gegründeten Stachelschweine mit ihrer Bühne im Europa-Center an der Tauentzienstraße sind eine West-Berliner Institution (Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7,S75, S9, Kurfürstendamm, U1, U9 oder Wittenberg-Platz, U1, U2, U3). Ihr stachliges Ost-Gegenstück ist die Distel in der Friedrichstraße 101 (S- und U-Bahnhof Friedrichstraße, S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6).

Das von Dieter Hallervorden 1960 gegründete West-Berliner Kabarett-Theater Die Wühlmäuse residiert inzwischen in der Pommernalle 2-4 (U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz, U2).

Ost-Berliner Wurzeln hat das Kabarett Kartoon in der Axel-Springer-Passage / Kochstraße 50 (U-Bahnhof Kochstraße, U6, U-Bahnhof Spittelmarkt, U2).

In Kreuzberg sehen Sie ein gemischtes Gastspielprogramm in der BKA - Berliner Kabarett Anstalt am Mehringdamm 35 (U-Bahnhof Mehringdamm, U6, U7) und im Mehringhof-Theater in der Gneisenaustraße 2a (U-Bahnhof Mehringdamm, U6, U7).

Die Berliner Kabarett Anstalt hat eine Zweigstelle am Schlossplatz - das Luftschloss (S-Bahnhof Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9, Haltestelle Lustgarten, Bus 100, 200).

Musical, Musiktheater, Revue

Auf eine Geschichte seit 1873 blickt der Admiralspalast in der Friedrichstraße zurück: Als Gartenbad, Eislaufarena, "Welt-Variete", Revuetheater, Operetten- und Musicalbühne. 2006 wiedereröffnet sehen Sie hier Musical, Musiktheater, Revuen (S- und U-Bahnhof Friedrichstraße S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6).

Das Gebäude des Theaters des Westens in der Kantstraße 12, Nähe Kurfürstendamm, wurde 1895-96 als privates Musiktheater errichtet - in einem Stilmix, der bis zum Jugendstil reicht (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, U-Bahnhaltestellen Uhlandstraße, U1, Kurfürstendamm, U1, U9).

Im Theater am Potsdamer Platz am Marlene-Dietrich-Platz 1 können Sie ebenfalls große Produktionen sehen (S- und U-Bahnhof Potsdamer Platz, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200) - seit längerer Zeit das Musical 'Blue Man Group'.

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Die Show der Blue Man Group ist auf DVD erhältlich bei jpc.de oder bei amazon.de.

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Die Bar jeder Vernunft (Schaperstraße, Berlin, S- und U-Bahnhof Spichernstraße, U-Bahn-Linie U3, U9, 10 Gehminuten vom Bahnhof Zoo) hat Cabaret - das Musical - im Repertoire, ansonsten sehen Sie dort
>> Show und Kleinkunst .

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Der Musical-Film "Cabaret" mit Liza Minelli ist auf DVD erhältlich bei jpc.de oder auf DVD oder Videokassette bei amazon.de.

Große Bekanntheit erlangt hat das Grips-Theater mit dem Kinder-Musical über die Berliner U-Bahn "Linie 1" (Altonaer Straße 22, U-Bahnhof Hansaplatz, U9).

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Das Musical Linie 1 ist auf CD erhältlich bei jpc.de oder bei amazon.de. Einzelstücke des Musicals auf Videokassette sind erhältlich bei amazon.de

Jazz, Rock und Pop

Im Rahmen der Berliner Festspiele findet jedes Jahr im November das Jazz Fest Berlin statt.

Die Berliner Jazz-Szene treffen Sie im b-flat acoustic music and jazz club in den Hackeschen Höfen, Rosenthaler Straße 13 (U-Bahnhof Rosenthaler Platz oder Weinmeisterstraße, U8, S-Bahnhof Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9).

Um die Ecke von Savigny-Platz und Kurfürstendamm finden Sie zwei Jazz-Clubs (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, U-Bahnhaltestellen Uhlandstraße, U1, Kurfürstendamm, U1, U9). Im Quasimodo Jazz-Club und Cafe in der Kantstraße 12a neben dem Delphi-Kino und dem Theater des Westens hören Sie international bekannte Jazz-Stars. Das Quasimodo schreibt seine Geschichte bis 1969 zurück. Im nahen A-Trane in der Bleibtreustraße 1 / Ecke Pestalozzi-Straße hat der Nachwuchs eine Chance - hier hören Sie kleinere Jazz-Projekte auch mal bei freiem Eintritt.

Nicht ganz so nah dran am Kurfürstendamm hat der Badensche Hof auch Swing auf dem Programm. Den Badenschen Hof - Jazz-Club, Restaurant und Musikcafe mit Vorgarten - finden Sie in der Badenschen Straße 29 / Ecke Berliner Straße (U-Bahnhof Blissestraße oder Berliner Straße, U7).

Rock und Pop bieten vor allem der Prenzlauer Berg und Kreuzberg.

In Prenzlauer Berg hören Sie Konzerte im Kesselhaus der Kulturbrauerei in der Schönhauser Allee 36 (U-Bahnhof Eberswalder Straße, U2) oder in der Greifswalder Straße 224 im Knaack-Club, dem ehemaligen "Jugendheim Ernst Knaack" der DDR (Haltestelle Am Friedrichshain, Tram M4, ab S- und U-Bahnhof Alexanderplatz, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8, Bus 100, 200).

Das Kreuzberger S036 in der Oranienstraße 190 (U-Bahnhof Kottbusser Tor, U8, U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof, U1, Bus 129) verdankt seine Halle einem Biergartenlokal aus dem Jahr 1861. Der "Konzertsaal für progressive Musik" führt seine Geschichte auf die Punk- und Besetzerzeit zurück.

An der Grenze zwischen Kreuzberg und Tempelhof finden Sie am Tempelhofer Damm 2 die Columbiahalle, ursprünglich eine Sporthalle im Besitz der amerikanischen Alliierten (U-Bahnhof Platz der Luftbrücke, U6).

Zwischen Kreuzberg und Treptow liegt direkt an der Spree die Arena - eine Omnibus-Werkstatt der 1920er Jahre (U-Bahnhof Schlesisches Tor, U1, S-Bahnhof Treptower Park, S9, S42, S41). Die Arena bietet Theater und Konzerte.

Der Bau des Tempodroms in der Möckernstraße 10 am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg erinnert noch an das ehemalige Zirkuszelt auf dem Potsdamer Platz. Die alternative Gründung ist inzwischen ein etablierter Veranstaltungsort (U-Bahnhof Möckernbrücke, U7, U-Bahnhof Hallesches Tor, U1, U6, S-Bahnhof Anhalter Bahnhof, S1, S2).

In Prenzlauer Berg wurden aus Anlass der Bewerbung für die Olympiade 2000 am Falkplatz die Max-Schmeling-Halle (U-Bahnhof Eberswalder Straße, U2, S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee S4, S8, S41, S42, S85, U2, U8) und an der Landsberger Allee das Velodrom gebaut (S-Bahnhof Landsberger Allee, S8, S41, S42, S85). Die Olympischen Spiele 2000 fanden in Sidney statt, die Berliner Hallen sind inzwischen Veranstaltungsorte großer Konzerte.

Am Ort der Olympiade von 1936 befinden Sie sich in Charlottenburg bei Open-Air-Konzerten auf der Waldbühne (S-Bahnhof Pichelsberg, S5, S75) und im Olympiastadion (S- und U-Bahnhof, S5, S75, U2). Im Osten Berlins, zwischen Karlshorst und Köpenick liegt in der Nähe eines Kinder- und Jugendfreizeitzentrums die Parkbühne Wuhlheide (S-Bahnhof Wuhlheide, S3).

Künstler, Ausstellungen, Galerien

Das Zentrum der Berliner Galeristen-Szene hat sich seit dem Fall der Mauer von den Nebenstraßen des Kurfürstendamms in die Spandauer Vorstadt rund um die Oranienburger Straße verlagert, in die Hackeschen Höfe, die Sophie-Gips-Höfe, die Auguststraße und Tucholskystraße (S- und U-Bahnhaltestellen Oranienburger Straße, S1, S2, Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9, Oranienburger Tor, U6, Weinmeisterstraße, Rosenthaler Platz, U8, Rosa-Luxemburg-Platz, U2).

Alle zwei Jahre im Frühjahr veranstaltet Berlin die Biennale Zeitgenössischer Kunst.

Jeden Herbst findet zu der Kunstmesse Art Forum Berlin ein umfangreiches Rahmenprogramm statt (Messegelände, Zug-, S- und U-Bahn-Haltestellen Westkreuz, Messe-Süd, Kaiserdamm, Messe Nord, ICC, S41, S42, S45, S46, S47, S5, S7, S75, S9, U2).

Einen Überblick über Berliner Galerien, Künstler und Ausstellungen erhalten Sie im Internet vom Landesverband Berliner Galerien.

Clubs und Party

Ende September/Anfang Oktober bietet die Popkomm Musikmesse ein umfangreiches Rahmenprogramm: An der langen Clubnacht nehmen 30 Berliner Clubs teil - Sie können mit einer Eintrittskarte auf Shuttlebussen von Club zu Club ziehen.

Einen Überblick über Berliner Clubs finden sie in den Berliner Veranstaltungs- und Tageszeitungen oder im Internet. In Szene-Kneipen an der Oranienburger Straße, in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg liegen Flyer mit den aktuellen Programmen aus.

alternative Projekte

Aus der Westberliner alternativen Bewegung haben einige Projekte überlebt: In der Tempelhofer Victoriastraße 10-18 finden Sie in den ehemaligen Film-Kopierwerken der Ufa-Fabrik Kinos, eine Theater-Bühne mit Comedy und Variete, eine Biobäckerei mit Cafe und Bioladen, ein Gästehaus, einen Kinderbauernhof und Kinderzirkus, Kurse und Workshops. Die Künstler der Ufa-Fabrik können Sie über die hauseigene Künstleragentur engagieren (U-Bahnhof Ullsteinstraße, U6).

Ein ähnliches Konzept verfolgt der Kreuzberger Mehringhof in der Gneisenaustraße 2a mit freier Schule, Buchhandlung, Fahrradladen, Kneipe und Theater (U-Bahnhof Gneisenaustraße, U7).

Hinzugekommen ist in den 1990er Jahren das selbstverwaltete Internationale Kunsthaus Tacheles in der Ostberliner Oranienburger Straße 54-46 (S- und U-Bahnhaltestellen Oranienburger Straße, S1, S2, Oranienburger Tor, U6).

Am Mühlendamm 5 im Nikolai-Viertel bietet das Berliner Hanfmuseum mit Cafe und Kräuterbar eine Plattform für Legalisierungs-Initiativen. Die Nutzung der Pflanze als Rauschmittel wird exemplarisch dargestellt am Beispiel des 1989 verstorbenen legendären West-Berliner Kabarettisten Wolfgang Neuss (U-Bahnhof Klosterstraße, U2).

junge Mode

Berlin war bis in die 1930er Jahre ein Mode-Zentrum. Inzwischen ist wieder die Rede von einem "Berlin Style".

In Prenzlauer Berg rund um Kastanienallee und Oderberger Straße bieten junge Designer-Läden Mode zu erschwinglichen Preisen.

Die Berliner Premium Modemesse zielt auf den anspruchsvolleren Geschmack.

sexuelle Freiheit und homosexuelle Bewegung

Vom Pionier der Sexualforschung Magnus Hirschfeld zu den geflügelten Worten des Bürgermeisters Klaus Wowereit "und das ist auch gut so" haben homosexuelle Bewegung und liberale Freizügigkeit in Berlin eine lange Tradition.

Das Schwule Museum am Mehringdamm 61 in Kreuzberg zeigt homosexuelles Leben von 1850 bis heute (U-Bahnhof Mehringdamm, U6, U7).

Die 600 000 Besucher des Berliner Christopher-Street-Day machen der Love Parade Konkurrenz. An der Parade um den Tiergarten nehmen viele Prominente teil.

Vor dem Christopher-Street-Day findet im Juni das Motzstraßenfest statt, Europas größtes homosexuelles Straßenfest rund um den Nollendorfplatz (U-Bahn-Haltestelle, U1, U2, U3, U4) entlang Motzstraße, Eisenacher Straße, Fuggerstraße und Kalckreuthstraße.

Berlins homosexuelle Szene trifft sich seit fast einem Jahrhundert in der Fuggerstraße, Motzstraße, Kalckreuthstraße und am Kleist-Park. Christopher Isherwood wohnte in der Nollendorfstraße 17, Else Lasker-Schueler in der Motzstraße 7, David Bowie and Iggy Pop in der Hauptstraße 155.

Für die Berliner Tourismus Marketing Gesellschaft sind homo- wie heterosexuelle Berlin-Besucher wichtige Zielgruppen: Die Organisation bietet Infopakete, Berlinprogramme und Unterkünfte für Schwule und Lesben, informiert über Szene-Events und gibt Orientierungshilfe. In den Tourist-Informationen liegen "Siegessäule" und "Sergej" aus - kostenlose Stadtmagazine für Schwule und Lesben.

Die Berliner Tourismus Marketing bietet außerdem das Programm "Berlin für Erwachsene ab 18". Eine Einführung in das Thema finden Sie im Erotik-Museum Beate Uhse in der Joachimsthaler Straße 4 (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9). Das Museum zeigt erotische Kunst: Skulpturen, Bilder & Filme.

Multikultur

Seit den ersten Anwerbe-Maßnahmen des Großen Kurfürsten gibt es Zuzügler in Berlin - Handwerker, Arbeiter, Studenten, Schriftsteller, Filmschaffende, Künstler, Alliierte, Flüchtlinge.

Einen lebhaften Eindruck der Berliner Multikultur erhalten Sie im Mai auf dem Karneval der Kulturen in Kreuzberg, im Juni auf dem Deutsch-Französischen Volksfest auf dem Tegeler Zentralen Festplatz Berlin (U-Bahnhaltestellen Kurt-Schumacher-Platz, U6, Jakob-Kaiser-Platz, U7), im August auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest in Dahlem am Hüttenweg / Ecke Clay-Allee (U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim, U1) und beim Berliner Oktoberfest in den ersten beiden Oktoberwochen auf dem Tegeler Zentralen Festplatz Berlin (U-Bahnhaltestellen Kurt-Schumacher-Platz, U6, Jakob-Kaiser-Platz, U7) - mit bayerischen Blaskapellen, Masskrug-Stemmen, Fingerhakeln und Schluchtenjodeln.

Oder Sie hören auf 106,8 Mhz Radio Multikulti Berlin.

Dienstags und freitags können Sie exotische Waren kaufen auf dem "Türken-Markt" am Maybachufer (U-Bahnhof Kottbusser Tor, U1, U8).

Das Internet-Portal www.007-berlin.de informiert russisch-interessierte und -sprachige Berliner - auf Deutsch und auf Russisch.

Ausländischen Botschaften und den dazugehörigen Kultur-Instituten begegnen Sie in Berlin auf Schritt und Tritt. Das Polnische Kulturinstitut in der Karl-Liebknecht-Straße 77 (S- und U-Bahnhof Alexanderplatz, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8, Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9) hat Konkurrenz bekommen: Um die Ecke treffen sich in der Torstraße 66 Künstler in dem erfolgreichen Club der polnischen Versager (U-Bahnhaltestellen Rosa-Luxemburg-Platz, U2, Rosenthaler Platz, U8).

jüdisches Berlin

Die Spandauer Vorstadt um die Oranienburger Straße war um 1900 das jüdische Viertel Berlins (S- und U-Bahnhaltestellen Oranienburger Straße S1, S2, Oranienburger Tor, U6).

Die jüdischen Einwohner Berlins haben erheblich beigetragen zur kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt: der Philosoph Moses Mendelssohn, die Gründerin der Berliner literarischen Salons Rahel Varnhagen, die Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, Paul Dessau und Kurt Weill, die Nobelpreisträger Fritz Haber und Albert Einstein, die Verleger Leopold Ullstein, Samuel Fischer und Rudolf Mosse, die Warenhaus-Gründer Hermann Tietz (Hertie), Arthur Wertheim und Adolf Jandorf (Kadewe), der Industrielle und Politiker Walther Rathenau, der Theaterdirektor Max Reinhardt, die Gelehrten Gerschom Scholem und Leo Baeck, die Schriftsteller Alfred Döblin und Kurt Tucholsky, der Filmemacher Billy Wilder ...

"Der verlassene Raum - Denkmal für das Wirken jüdischer Bürger in Berlin" symbolisiert die Lücke, die die Nationalsozialisten rissen: Auf dem Koppenplatz steht ein bronzener Tisch mit zwei Stühlen, von denen einer umgeworfen ist (U-Bahnhaltestellen Rosenthaler Platz, Weinmeisterstraße, U8).

Inzwischen gibt es rund um die Neue Synagoge der Oranienburger Straße wieder jüdische Institutionen: die Jüdische Gemeinde zu Berlin in der Oranienburger Straße 28, die Israelitische Synagogen-Gemeinde zu Berlin Adass Jisroel in ihrem 1903-4 errichteten historischen Gebäude in der Tucholskystraße 40, den Jüdischen Kulturverein Berlin e.V. in der Oranienburger Straße 26, den Zentralrat der Juden im ehemaligen Haus der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in der Tucholskystraße 14.

Koscheres Essen bekommen Sie im Beth-Cafe in der Tucholskystraße 40, jüdische und israelische Küche im Cafe Oren in der Oranienburger Straße 28 und im Rimon in der Oranienburger Straße 26.

In Prenzlauer Berg kümmert sich an der Synagoge in der Rykestraße 53 die Lauder Foundation um die Wiederbelebung jüdischen Lebens in Mittel- und Osteuropa (U-Bahnhof Senefelder Straße, U2).

Jüdische und israelische Küche bietet in der Nähe der Synagoge an der Rykestraße das Restaurant Am Wasserturm.

Der West-Berliner Sitz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin befindet sich in der Fasanenstraße 79-80, in dem Restaurant des Gemeindehauses Arche Noah gibt es koscheres Essen (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, Uhlandstraße, U1, Kurfürstendamm, U1, U9).

Die Jüdische Theaterbühne Berlin - Bamah am Hohenzollerndamm 177 spielt klassische ostjüdische Stücke, deutsche jüdische Autoren und Theater aus Israel - für alle, die sich für jüdische Kultur interessieren (U-Bahnhof Fehrbelliner Platz, U1, U2).

Im Internet finden Sie unter www.milch-und-honig.com Angebote zur Betreuung jüdischer Gäste in Berlin: Führungen, Kontakte mit der jüdischen Gemeinde, Recherche.

Theater

Die Tradition Berliner Bühnen reicht ins 19. Jahrhundert zurück. So gut wie jeder bekannte deutsche Schauspieler hat irgendwann einmal in Berlin Theater gespielt, jeder Regisseur von Rang in Berlin ein Stück inszeniert.

Das klassizistische Gebäude des Deutschen Theaters an der Schumannstraße 13a stammt aus dem Jahr 1849-50, das Theater selbst wurde 1883 gegründet (U-Bahnhof Oranienburger Tor, U6, S und U-Bahnhof Friedrichstraße S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6). Max Reinhardt war Direktor von 1905 bis 1932. Reinhardts Assistent Heinz Hilpert brachte das Theater mit einem klassisch-humanistischen Programm durch die Nazizeit. 1945 eröffnete das Theater dann mit Lessings "Nathan der Weise".

Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gründeten 1890 Arbeitervereine unter dem Motto "Die Kunst dem Volke" (U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz, U2). 1914 zog die Volksbühne in das von dem Architekten Oskar Kaufmann gestaltete Gebäude am Rosa-Luxemburg-Platz. Max Reinhardt war hier Direktor, Erwin Piscator Regisseur, Hans Albers trat auf.

Die Inszenierungen von Volksbühne und Deutschem Theater hatten zu DDR-Zeiten internationalen Ruf, beide Bühnen waren verbunden mit den Namen von Benno Besson und Heiner Müller.

Heute können Sie im Deutschen Theater die etablierten Werke der Weltliteratur sehen - von Sophokles bis Brecht. Die Volksbühne bietet aktuelles Theater unter der Regie von Castorf, Schlingensief und Marthaler, Konzerte, Clubnächte und Filme. Außer dem Haus am Rosa-Luxemburg-Platz betreibt die Volksbühne das Theater im Prater an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg - junges Theater im ältesten Biergarten Berlins (U-Bahnhof Eberswalder Straße, U2).

In dem 1891-92 errichteten Gebäude des Theaters am Schiffbauerdamm wurde ursprünglich Operette gespielt. Von 1925 bis 1933 fanden hier Uraufführungen der Stücke von Carl Zuckmayer statt, stand Bertold Brechts "Dreigroschenoper" auf dem Programm und die "Pioniere in Ingolstadt" von Marieluise Fleißer. 1954 zog das von Bertold Brecht und Helene Weigel 1949 gegründete Berliner Ensemble ein. Inzwischen stehen neben den Stücken Bertold Brechts Werke quer durch die Theatergeschichte auf dem Spielplan des Berliner Ensembles - inszeniert von renommierten Regisseuren (S- und U-Bahnhof Friedrichstraße S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6).

Der klassizistische Bau des Maxim-Gorki-Theaters am Festungsgraben 2 aus den Jahren 1825-27 war ursprünglich für die Berliner Singakademie gedacht (S-Bahnhof Hackescher Markt, S3, S5, S7, S75, S9). Franz Liszt gab hier Konzerte, Felix Mendelssohn-Bartholdi, Clara Schumann, Nicolo Paganini und Arthur Rubinstein. 1947 eröffnete in dem Konzertbau das Theater des Hauses der Kultur der Sowjetunion. 1952 zog das neu gegründete Maxim Gorki Theater ein. Das Maxim Gorki Theater ist heute eine der führenden deutschen Bühnen - Schwerpunkt des Spielplans sind Stücke mit Berlin-Bezug wie "Berlin Alexanderplatz", "Der Hauptmann von Köpenick" und "Effi Briest".

Die Schaubühne am Lehniner Platz, eine West-Berliner Gründung aus dem Jahr 1962, wurde bekannt durch die Inszenierungen Peter Steins (Kurfürstendamm 153, U-Bahnhof Adenauerplatz, U7).

In dem 1922 von einem Schriftsteller gegründeten Renaissance Theater in der Knesebeckstraße 100 sehen Sie bekannte Schauspieler in populären modernen Stücken (S-Bahnhof Savigny-Platz, S3, U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz, U2). Das Theatergebäude allein ist einen Besuch wert: Zunächst war das Gebäude ein Vereinshaus, dann wurde es zu einem Kino und schließlich 1926 von dem Berliner Architekten Oskar Kaufmann zum Theater umgebaut. Das Gebäude ist im ursprünglichen Zustand erhalten.

Zur Berliner Theatergeschichte gehört das 1908 - ebenfalls von dem Architekten Oskar Kaufmann - im Jugendstil erbaute Hebbel-Theater an der Stresemannstraße 29 in Kreuzberg. Inzwischen gehören zu dem Theater zusätzlich die Bühnen am Halleschen Ufer 32 und am Tempelhofer Ufer 10. Geboten wird innovatives Schauspiel, Tanz und Musik-Theater (U-Bahnhof Hallesches Tor, U1, U6).

Auch das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm verdanken ihre Architektur Oskar Kaufmann (Kurfürstendamm 206-209, U-Bahnhaltestelle, U1, U9). 1922 eröffnete das Theater am Kurfürstendamm mit "Ingeborg" von Curt Goetz. 1924 die Komödie mit "Diener zweier Herren von Goldoni". Außenminister Stresemann und Reichskanzler Marx waren bei der Premiere in der Komödie dabei. Direktor war Max Reinhardt. In der Folge liefen hier vor allem die typischen 20er Jahre Revuen. Heute erwartet Sie in den Häusern am Kuhdamm-Karee gepflegtes Boulevard-Theater.

1919 eröffnete das Theater Tribüne in der Otto-Suhr-Allee 18 (U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz, U2, S-Bahnhof Savigny-Platz, S3) künstlerisch und politisch ambitioniert mit der Uraufführung von Ernst Toller "Die Wandlung" und dem jungen Fritz Kortner in der Hauptrolle. Bald darauf begann die Tribüne, ihre Einkünfte mit Unterhaltungstheater aufzubessern. Die Mischung bewährt sich bis heute: Gesellschaftskomödien neben politisch-literatischem Programm.

Die Jüdische Theaterbühne Berlin - Bamah am Hohenzollerndamm 177 wurde 2001 von Dan Lahov gegründet (U-Bahnhof Fehrbelliner Platz, U1, U2). Das Theater spielt klassische ostjüdische Stücke, deutsche jüdische Autoren und Theater aus Israel - für alle, die sich für jüdische Kultur interessieren.

Englischsprachiges Theater bietet Friends of the Italian Opera in der Kreuzberger Fidicinstraße 40 (U-Bahnhof Platz der Luftbrücke, U6) - auch Coproduktionen mit dem English Theatre in Frankfurt.

Im Rahmen der Berliner Festspiele findet jährlich im Mai ein Theatertreffen statt, außerdem Theater und Tanzveranstaltungen von November bis Januar.

Einen Überblick über die große Zahl kleiner Berliner Bühnen verschaffen Sie sich in den Tageszeitungen oder im Internet.

Oper, Operette, Ballett und Konzert

Große Oper, Ballett und Konzert erleben Sie an zwei Orten Berlins. Der 1743 eröffnete repräsentative Bau der Staatsoper Unter den Linden (Unter den Linden 7, U-Bahnhaltestellen Hausvogteistraße oder Friedrichstraße, U2, Französische Straße, U6 , Bus 100, 200) wurde im Auftrag Königs Friedrich II entworfen. Die Deutsche Oper in der Bismarckstraße 35 (U-Bahnhaltestellen Deutsche Oper, U2, Bismarckstraße, U7) stammt ursprünglich aus dem Jahr 1912 und war die städtische Oper des damals eigenständigen Charlottenburgs. Im Westteil der geteilten Stadt wurde sie dann im Neubau von Fritz Bornemann zur Deutschen Oper - als Gegenstück zur Staatsoper Unter den Linden des Ostteils.

"Oper für alle" will die 1972 gegründete Neuköllner Oper in der Karl-Marx-Straße 131-133 bieten: Von experimenteller Musik, klassischer Moderne, Mittelalter-Spektakel, Operette und Musical zu großer Oper (U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, U7, Neukölln, S45, S46, Bus 104).

Das Gebäude der Komischen Oper in der Behrenstraße 55-57 wurde 1892 im Wiener neobarocken Stil als Theater Unter den Linden eröffnet (U-Bahnhof Französische Straße, U6). 1898 - 1933 führte hier das Metropol-Theater Revuen und Operetten auf - mit Stars wie Fritzi Massary, Richard Tauber und Max Pallenberg. 1947 eröffnete das wiederaufgebaute Haus dann als Komische Oper mit der Fledermaus von Johann Strauß. Der Wiener Walter Felsenstein begründete den Ruf des Hauses. Noch immer erleben Sie in der Komischen Oper Musiktheater und Konzerte von Komponisten wie Emmerich Kalman, Janacek, Händel, Mozart, Benjamin Britten, Richard Strauss und Johann Strauß.

Die Zeitgenössische Oper Berlin gastiert mit Neuer und Neuester Musik auf verschiedenen Bühnen.

Berlin hat drei große Symphonie-Orchester. Die Berliner Philharmoniker mit dem von Hans Scharoun errichteten Stammhaus im Kulturforum schreiben ihre Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück (Herbert-von-Karajan-Straße 1, S- und U-Bahn-Haltestelle Potsdamer Platz, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200).

Das 1952 im Ostteil entstandene Berliner Sinfonie-Orchester residiert im "Konzerthaus": In dem mit dem Namen Gustav Gründgens verbundenen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt finden heute vor allem Konzerte statt (U-Bahnhof Französische Straße, U6).

Eine Westberliner Gründung ist das auf wechselnden Bühnen spielende Deutsche Symphonie-Orchester Berlin - entstanden aus dem Orchester des Rundfunks im amerikanischen Sektor (RIAS) Berlin.

Die Berliner Festspiele veranstalten Märzmusik - ein Festival aktueller Musik im - wie der Name sagt - März.

literarisches Berlin

Berühmte Schriftsteller prägen Berlin seit der Zeit der Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing, Bettina und Achim von Arnim, Clemens Brentano, Ludwig Börne, Heinrich Heine, Heinrich von Kleist, E.T. A. Hoffmann, Theodor Fontane, Frank Wedekind, Carl Zuckmayer, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Bertold Brecht, Anna Seghers ... an die 1000 Verlage hatten in den 1920er Jahren ihren Sitz in Berlin.

Die literarische Tradition setzen heute eine Reihe von Berliner Institutionen fort.

Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen und Film-Vorführungen veranstaltet an verschiedenen Orten der Stadt die traditionsreiche Akademie der Künste. Zu den Mitgliedern der Akademie zählten Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Heinrich und Thomas Mann, Gerhard Hauptmann, Alfred Döblin, Bertold Brecht und Heinrich Böll.

Leben und Werk Bertold Brechts als Bezugspunkt haben die Lesungen und Filmvorführungen im Literaturforum des Brecht-Hauses an der Chausseestraße 125 (U-Bahnhof Zinnowitzer Straße, U6).

In einem noblen Wohnhaus der Gründerzeit bietet das Literaturhaus Berlin in der Fasanenstraße 23 Lesungen, Ausstellungen und Diskussionen (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, U-Bahnhaltestellen Uhlandstraße, U1, Kurfürstendamm, U1, U9).

Der Nachwuchs hat in Prenzlauer Berg eine Chance in der Literaturwerkstatt Berlin der Kulturbrauerei (U-Bahnhof Eberswalder Straße, U2).

Das in den 1960er Jahren in Westberlin mit Mitteln der Ford-Foundation gegründete Literarische Colloquium bringt internationale und deutsche Autoren zusammen. In der Villa am Wannsee finden Lesungen und Diskussionen statt (Am Sandwerder 5, Bahnhof Wannsee, S1, S7 oder Regionalbahn RE1 ab Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße oder Zoologischer Garten).

Im Rahmen der Berliner Festspiele findet jährlich im September ein Literaturfestival statt.

Film

Jedes Jahr im Februar sind zur Verleihung des Goldenen Bären international bekannte Schauspieler und Regisseure bei der Berlinale zu Gast. In den Kinos am Potsdamer Platz laufen die großen Produktionen des Filmwettbewerbs (S- und U-Bahn-Haltestelle Potsdamer Platz, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200). Die kleineren Filme des Festivals können Sie während dieser Zeit in den Kinos der ganzen Stadt besuchen.

Berlin war und ist Filmstadt - in regem Austausch mit Hollywood: Bei der Gründung der Berliner Universum Film AG, kurz UFA, war 1917 Ernst Lubitsch dabei. Robert Wiene drehte 1919 in den Babelsberger Studios den Stummfilm "Das Cabinet des Dr. Caligari", Fritz Lang 1926 "Metropolis", Walter Ruttmann 1927 "Berlin, die Sinfonie einer Großstadt", 1929 schufen Billy Wilder, Fred Zinnemann, Moritz Seeler, Edgar G. Ulmer, Robert und Curt Siodmak "Menschen am Sonntag", 1931 entstand Fritz Langs "M - eine Stadt sucht einen Mörder" und Phil Jutzis "Berlin Alexanderplatz". Für die UFA arbeiteten Max Ophüls, Friedrich Wilhelm Murnau und Douglas Sirk. Josef von Sternberg trat von Hollywood aus die Schiffsreise über den Atlantik an für den "Blauen Engel" mit Marlene Dietrich.

Schon in den 1920er und Anfang der 1930er Jahre waren berühmte Filmschaffende von Berlin nach Hollywood gewechselt, unter den Nationalsozialisten emigrierten die meisten. Die UFA produzierte Komödien mit Hans Albers, Heinz Rühmann und Zarah Leander. Erich Kästner konnte das Schreibverbot eine Zeitlang umgehen: Er verfasste unter Pseudonym das Drehbuch für den Film "Münchhausen".

Berlin blieb nach 1945 Filmschauplatz. Roberto Rosselini drehte hier 1947 "Deutschland im Jahre Null". Wolfgang Staudte war der Regisseur des ersten Films der neu gegründeten DEFA im Babelsberg der sowjetischen Besatzungszone - "Die Mörder sind unter uns" mit Hildegard Knef. Billy Wilder zog es für "Eine auswärtige Affaire" mit Marlene Dietrich 1948 wieder nach Berlin und 1961 kurz vor dem Bau der Mauer für "Eins, zwei drei" mit Lieselotte Pulver und Horst Buchholz. Martin Ritt verfilmte 1956 den "Spion, der aus der Kälte kam" von John le Carre. 1972 stammten wenigstens die Außenaufnahmen des Films "Cabaret" aus West-Berlin - die Innenaufnahmen kamen aus dem Bavaria Filmstudio.

Für die DEFA drehte 1972 Heiner Carow "Die Legende von Paul und Paula" und Konrad Wolf 1979 "Solo Sunny".

Vergleichsweise neu sind "Lola rennt" von Tom Tykwer und die in Babelsberger Kulissen produzierte "Sonnenallee" von Leander Hausmann - beide Filme kamen 1998 in die Kinos. 2003 hatte der komödienhafte DDR-Rückblick "Good Bye Lenin" von Wolfgang Becker großen Erfolg.

Das Filmhaus und Film-Museum Berlin am Potsdamer Platz (S- und U-Bahn-Haltestelle, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200) zeigt - neben Filmen - den Nachlass von Marlene Dietrich, von Fritz Lang und Heinz Rühmann.

Auf dem UFA-Gelände im Filmpark Babelsberg können Sie im Sommer hinter die Kulissen sehen - z.B. in das Kabinett des Dr. Caligari (Bahnhof Babelsberg, S1, oder Regionalbahn RE1 ab Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Zoologischer Garten, dann Bus 602, 690, 698), eine Westernstraße besichtigen, Gold waschen, einer Stuntshow zusehen und sich in der Maske ein fremdes Aussehen zulegen. In der Nähe zeigt das Potsdamer Filmmuseum Stücke aus dem Besitz von Zarah Leander, Lilian Harvey und Hans Albers. Das Museum führt durch die Babelsberger Filmgeschichte, einschließlich der Filme der Nazizeit, der Emigration und der DDR DEFA-Filme. (Potsdam Bahnhof, S1, oder Regionalbahn RE1 ab Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Zoologischer Garten)

Das Ende der 1920er Jahre von Ernst Poelzig entworfene Filmtheater Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz zeigt - neben einem aktuellen Programm - Filme der zwanziger und dreißiger Jahre. Das Filmtheater Babylon ist das einzige erhaltene Kino der Stummfilmzeit (U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz, U2).

Stummfilme mit Live-Musik z.B. mit dem Babelsberger Filmorchester sehen Sie in der Komischen Oper (Behrenstraße 55-57, U-Bahnhof Französische Straße, U6).

Im Kino des Deutschen Historischen Museums im Zeughaus sehen Sie internationale alte und neue Filme (S-Bahnhof Hackescher Markt, S3, S5, S75, S9).

In Prenzlauer Berg zeigt das Kino Blowup in der Immanuelkirchstraße 14 DDR DEFA-Filme des Progress Filmverleihs (Haltestelle Am Friedrichshain, Tram M4, ab S- und U-Bahnhof Alexanderplatz, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8, Bus 100, 200).

Ein Kino besuchen können Sie in allen Stadtteilen Berlins - das aktuelle Programm finden Sie in Tageszeitungen und im Internet.

Im Sommer spielen Berliner Wahrzeichen die Kulisse für das Open-Air-Kino auf der Museums-Insel (S- und U-Bahnhof Friedrichstraße, S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S75, S9, U6, Hackescher Markt, S3, S5, S75, S9, Haltestelle Lustgarten, Bus 100, 200), am Potsdamer Platz (S- und U-Bahn-Haltestelle, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200) und auf der Waldbühne des Olympiageländes von 1936 (S-Bahnhof Pichelsberg, S5, S75).

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