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Städte-Reisen: Gotha |
Festungsanlagen von Schloss FriedensteinWenigen Besuchern der Stadt ist die Tatsache bekannt, dass eine der stärksten barocken Festungsanlagen Mitteldeutschlands das Schloss umgab. Diese waren teils im Bergsockel verborgen, teils ihm vorgelagert. Auf den Grundmauern des Grimmensteins ließ Herzog Ernst der Fromme in den Jahren 1643 bis 1655 das Schloss Friedenstein als Residenz für sein Herzogtum Sachsen - Gotha erbauen. Am 03.07.1655 fand die Grundsteinlegung für den "Verwahrungsbau" des Schlosses statt. Bis 1672 dauerte die Fertigstellung des Kernwerkes. Durch die drohende Türkengefahr folgte ab 1663 zusätzlich die Neubefestigung der Stadt Gotha und die Verstärkung der Friedenstein'schen Fortifikationen. Um 1686 waren die Befestigungen fertig gestellt. Ihre Wirksamkeit musste glücklicherweise nie unter Beweis gestellt werden. Ab 1772 ließ Herzog Ernst II. von Sachsen - Gotha - Altenburg die mittlerweile veralteten Befestigungsanlagen zugunsten der Vollendung des Schlossparks niederlegen. Bis zum Jahre 1800 waren sämtliche Wälle und Gräben eingeebnet. Die unterirdischen KasemattengängeErst seit kurzer Zeit sind Teile der barocken Festungsanlagen unter Schloss Friedenstein wieder freigelegt und für Besucher zugänglich gemacht. Die heute unter dem Park liegenden Kasematten sind nach der Freilegung zum Großteil erhalten geblieben. Nach ihrer Fertigstellung im 17. Jahrhundert besaßen die Gewölbe eine Gesamtlänge von etwa 2,5 km, wovon heute während eines geführten Rundganges ca. 300 m besichtigt werden können. Stadt Gotha, Tourist Information
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