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Goethe in Frankfurt

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Frankfurter Römer
Frankfurter Römer

alter jüdischer Friedhof
alter jüdischer Friedhof

Main in Frankfurt
Main

Peters-Friedhof
Peters-Friedhof, Grab der Mutter Goethes

Staedel
Städelsches Kunstinstitut

Reisen mit Goethe
- Frankfurt am Main

Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 mitten in Frankfurt geboren, hier wuchs er auf, hier ist der Schauplatz von "Dichtung und Wahrheit".

Begeben Sie sich auf die Spurensuche und lernen Sie mit Goethe das alte Frankfurt kennen. Wie Goethe können sie zu Fuß durch Frankfurt gehen, planen Sie einen Tag ein.

Die Tour führt Sie zu

Hauptwache,

Katharinen-Kirche,

Goethehaus,

Römer und Dom,

Börneplatz

Main,

Städel und

Sachsenhausen.

Weitere Goethe-Stätten finden Sie am Petersfriedhof, im Palmengarten, in Rödelheim und in Offenbach.

naturparkreisen.de Tipp

Goethe hat seine Kindheit und Jugend in Frankfurt bis zu seinem Umzug nach Weimar in 'Dichtung und Wahrheit' geschildert.

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Hauptwache

Sie gelangen mit U- und S-Bahn zur Hauptwache. An der Hauptwache wurde 1772 Susanna Margaretha Brandt hingerichtet. Sie war das Vorbild für das Gretchen in "Faust". Die um 1730 erbaute Hauptwache diente zeitweise als Gefängnis, heute beherbergt sie ein Cafe und Restaurant.

Katharinen-Kirche

Gegenüber der Hauptwache steht die 1681 protestantisch eingeweihte Katharinen-Kirche. Hierhin ging die Familie Goethe zum Gottesdienst. Von der Katharinenkirche blieben bei den Luftangriffen 1944 nur die Grundmauern, die Inneneinrichtung heute entspricht nicht der Innenausstattung der Goethezeit.

Goethehaus

An der Katharinenkirche vorbei gehen Sie durch die Katharinenpforte über den Kleinen zum Großen Hirschgraben. Hier wohnte Goethes Familie und hier können Sie noch sehen, wie es bei Goethes zuhause aussah.

Goethes Geburtshaus wurde bei den Luftangriffen 1944 zwar zerstört, die Inneneinrichtung konnte jedoch gerettet werden, das Haus ist originalgetreu rekonstruiert.

Dem Goethehaus ist ein Museum angeschlossen. Hauptthema des Museums ist Goethes Beziehung zur bildenden Kunst. Ausgangspunkt ist dabei die Gemäldesammlung seines Vaters.

Römer und Dom

Folgen Sie dem Großen Hirschgraben bis zum Ende und biegen Sie nach links in die Berliner Straße ab. Die Berliner Straße führt Sie an der Paulskirche vorbei zum Römer, dem Rathaus der Stadt Frankfurt. Der Römer besteht aus einer Gruppe von gotischen Bürgerhäusern aus dem 14. Jahrhundert auf der Westzeile des Römerbergs.

Im Römer erlebte Goethe 1764 die Kaiserkrönung Josephs II.

Die Frankfurter Altstadt wurde durch die Luftangriffe 1944 fast völlig zerstört. Wie die Stadt vor 1944 aussah und was 1945 noch stand, darüber verschaffen Sie sich einen Überblick im Historischen Museum am Saalhof zwischen Römerberg und Main.

Im Historischen Museum steht das Altstadtmodell der Brüder Treuner. Die Brüder Treuner bekamen 1926 den Auftrag der Stadt und konnten das Modell durch den Krieg retten. Hermann Treuner stellte die Arbeit 1955 fertig.

Die Kaiserkrönung selbst fand im Frankfurter Dom statt. Zum Dom gelangen Sie, wenn Sie vom historischen Museum aus, an der alten Nikolaikirche vorbei die Saalgasse und den Weckmarkt entlang gehen.

Börneplatz

Gehen Sie vom Dom aus die Domstraße entlang über die Braubachstraße am Museum für Moderne Kunst vorbei zur Battonstraße. Auf der anderen Seite der Kurt-Schuhmacherstraße kommen Sie bei den Stadtwerken an die Mündung der alten Judengasse.

In der Judengasse lebten Juden noch zu Goethes Zeiten gezwungener Maßen in einem mittelalterlichen Ghetto. Mit der endgültigen staatsbürgerlichen Gleichstellung 1864 fing der Abriss der Häuser an.

Sie können bei Ausgrabungen gefundene Fundamentreste im Museum Judengasse im Kundenzentrum der Stadtwerke besichtigen. Als einziges erhalten ist der Alte Jüdische Friedhof einige Meter weiter an der Battonstraße.

Goethe war kein Vorkämpfer für Menschenrechte. Ludwig Börne hat ihn deshalb heftig kritisiert. Ludwig Börne wurde in der Judengasse geboren, er ist ein Zeitgenosse Goethes. Nach ihm ist die Gedenkstätte an der Mündung der Judengasse benannt.

Das Museum Judengasse ist eine Zweigstelle des Jüdischen Museums. Interessiert Sie die Jüdische Geschichte in Frankfurt, so wie sie Goethe interessiert hat? Das Jüdische Museum liegt am Main auf der anderen Seite der Innenstadt.

Main

Gehen Sie die Kurt-Schuhmacher-Straße entlang zum Main. Sie kommen zur Alten Brücke. Bleiben Sie auf der rechten Mainseite. Brücke und Panorama haben sich seit Goethes Zeit geändert. Die Freizeit-Stimmung, die hier sonntags herrscht, erinnert noch immer an den Osterspaziergang in "Faust".

Nehmen Sie an dem Vergnügen teil: Packen Sie Ihre Inline Skates aus, bringen Sie ein Fahrrad mit oder schlendern Sie gemütlich zu Fuß, bei schönem Wetter ist Ihnen Gesellschaft gewiss.

Gehen Sie nach rechts den Mainkai entlang. Sie kommen an der St.Leonhardskirche vorbei. Das Hauptportal stammt aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Goethe hat die St. Leonhardskirche gezeichnet.

Am Untermainkai finden Sie im Rothschildpalais das Jüdische Museum.

Städelsches Kunstinstitut

Überqueren Sie anschließend den Main über den Holbeinsteg. Sie befinden sich in Sachsenhausen. Am Schaumannkai, dem sogenannten Museumsufer finden Sie das Städelsche Kunstinstitut. Hier hängt das berühmte Portrait von Goethe in der Campagna di Roma von Tischbein.

Ihren Hunger und Durst löschen Sie im Holbeins, dem Restaurant des Städels. Gehen Sie anschließend weiter den Schaumannkai entlang an der Alten Brücke vorbei zum Deutschherrenufer.

Sachsenhausen

Bei der nächsten Brücke, der Obermainbrücke, biegen Sie nach rechts in die Dreieichstraße ein. Sie kommen an der Klappergasse und der Großen Ritterstraße vorbei, das Zentrum des traditionellen Apfelwein-Viertels Alt-Sachsenhausen. Da Sie sich auf einer Goethe-Tour befinden, gehen Sie weiter an der Willemerstraße vorbei bis zur Textorstraße, die nach rechts abzweigt.

Marianne von Willemer inspirierte Goethe zu den Gedichten des "West-östlichen Divan", Textor ist der Mädchenname von Goethes Mutter, ihre Familie gehörte zu den einflußreichsten in Frankfurt.

In der Textorstraße finden Sie auf der rechten Seite mehrere Apfelwein-Wirtschaften. Die traditionellen Gaststätten haben teilweise schon mittags, teilweise ab 16 Uhr geöffnet. Genehmigen Sie sich hier einen wohlverdienten Schoppen.

Wenn Sie noch Zeit haben bis 16 Uhr und Sie Ihre Wanderung an einem Sonntag zwischen Anfang April und Mitte Oktober machen, dann biegen Sie nach rechts in die Darmstädter Landstraße ab. Sie gehen unter den Eisenbahngleisen durch, quer über den Wendelsplatz steigen Sie den Hühnerweg hoch auf den Mühlberg. Am Ende des Hühnerwegs finden Sie das Willemer-Häuschen.

Das Gartenhaus lag ursprünglich inmitten von Weinbergen und bot einen weiten Blick über Frankfurt. Von hier aus beobachteten Goethe, Johann Jacob von Willemer und seine Frau Marianne die Freudenfeuer auf den Taunushöhen zum Jahrestag des Siegs über Napoleon bei Leipzig.

Das ursprüngliche Gartenhaus wurde 1944 bei den Luftangriffen zerstört. Das Willemerhäuschen wurde 1964 zum 150. Jahrestag der Begegnung Goethes mit Marianne Willemer rekonstruiert. Es ist von Anfang April bis Mitte Oktober sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Machen Sie Ihren Spaziergang zu einer Zeit, in der das Willemer-Häuschen nicht geöffnet ist, so gehen Sie aus der Textorstraße die Dreieichstraße wieder zum Main zurück und folgen rechts dem Deutschherrenufer. Sie gelangen an verschiedenen Ausflugswirtschaften vorbei zur Gerbermühle.

Die Gerbermühle war schon zu Goethes Zeiten eine Gastwirtschaft. Der Bankier Johann Jacob von Willemer erwarb sie als Sommersitz. Der verliebte Goethe besuchte hier das Ehepaar Willemer, hier feierte er seinen 66. Geburtstag, hier entstand aus der gemeinsamen Lektüre des persischen Dichters Hafis der "West-östliche Divan", in dem er Hatem war und Marianne von Willemer Suleika.

Einige der Gedichte des "West-östlichen Divan" stammen von Marianne Willemer.

1904 richtete die Stadt Frankfurt in der Gerbermühle ein Gasthaus mit einem Goethezimmer ein. Das Gebäude wurde 1944 bei einem Luftangriff zerstört. In den siebziger Jahre wurde die Gaststätte in stark veränderter Form wieder aufgebaut. Heute steht hier ein Hotel-Gasthof. Im Sommer können Sie in dem Garten einkehren.

Wenn Sie am Mainufer zurückgehen, ist die nächstgelegene S-Bahn-Station die Haltestelle Lokalbahnhof an der Dreieichstraße.

Weitere Goethe-Stätten

Sie haben noch nicht genug? Fahren Sie nach Rödelheim, wo Goethe auf den Niddawiesen Schlittschuh lief und die Brentanos besuchte, und nach Offenbach, wo er sich mit Anna Elisabeth Schönemann verlobte.

Noch immer nicht genug? Marianne von Willemers Grab finden Sie auf dem Frankfurter Haupt-Friedhof. Goethes Vater liegt im Grab seiner Familie auf dem Peters-Friedhof, Goethes Mutter im Grab der Familie Textor auf dem heutigen Hof der Liebfrauen-Schule nebenan.

Die Familie Goethe besaß an der Grüneburg auf dem Gelände des heutigen Palmengarten und Poelzig-Baus Obstwiesen. Der Palmengarten hat zum Goethejahr 1999 auf einem der ehemaligen Goetheschen Grundstücke einen künstlerisch gestalteten Goethe-Garten angelegt.

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