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Alte und neue Berliner Wahrzeichen sind der Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor,

hinter dem Brandenburger Tor haben Sie einen guten Blick von der neuen begehbaren Reichstagskuppel, an der Spree können Sie die neuen Regierungsgebäude besichtigen, was von Preußen und Kaiserreich übrig blieb, finden Sie Unter den Linden und in den ältesten Teil Berlins gelangen Sie im Nikolai-Viertel und an der Klosterstraße.

Zwischen moderner Architektur in zentraler Lage können Sie sich auf den Grünflächen des Tiergartens entspannen - am See, im Cafe, oder im artenreichsten Zoo der Welt.

Die Rundgänge eignen sich als Erweiterung einer Stadtrundfahrt mit einem der Linienbusse von Bahnhof Zoo, vom Alexanderplatz oder vom Kranzlereck am Kurfürstendamm (Bus 100, 200).

Rechnen Sie jeweils mit etwa einem halben Tag ohne Museumsbesuche, Sie können abkürzen mit dem Fahrrad, mit Bussen, U- oder S-Bahnen.

Einen Einblick in das Leben preußischer Kurfürsten erhalten Sie etwas weiter außerhalb in dem um 1700 für die Kurfürstin Sophie Charlotte errichteten Schloss Charlottenburg (U7 bis Richard-Wagner-Platz, U2 bis Sophie-Charlotte-Platz).

Die Fahrt nach Charlottenburg lohnt sich auch wegen einer Reihe interessanter Museen. Sie können im Museum für Vor- und Frühgeschichte Stücke aus den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns in Troja sehen, im Bröhan-Museum Jugendstil und Art-Deco Einrichtungen, in der Sammlung Berggruen eine große Zahl von Bildern Picassos und Werke von Cezanne, van Gogh, Braque und Giacometti.

Wahrzeichen: Potsdamer Platz und Brandenburger Tor

Preußen, die Weimarer Republik, Nationalsozialisten, DDR und Bundesrepublik wollten in Berlin repräsentieren und prägten das Zentrum der Stadt.

Seit 1989 ist das wiedervereinigte Deutschland an der Reihe, nutzt die von Krieg und Mauer verursachten Baulücken, streitet um Abriss und Wiederaufbau, Umbenennung und Beibehaltung, Vergessen und Gedenken, schwankt zwischen Rückblick in die Vergangenheit und dem Versuch von etwas Neuen.

Über den Potsdamer Platz (S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200) liefen um 1900 die Verkehrsstränge Berlins. 1924 stand auf dem Platz die erste Ampel Deutschlands. Im Hotel Esplanade veranstaltete Kaiser Wilhelm Herrenabende. Neben dem Hotel verhandelte der im Nationalsozialismus berüchtigte Volksgerichtshof.

Von der Bebauung der 1920er Jahre ist wenig erhalten. Lediglich das ehemalige Weinhaus Huth und der Kaisersaal des Hotels Esplanade erinnern an die Vorkriegszeit.

Die Nationalsozialisten planten eine neue Reichshauptstadt und rissen dafür das Gelände zum Tiergarten hin ab. Unter dem Arreal richtete Hitler den "Führerbunker" ein.

Über den von den Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten Platz verlief die Mauer in einem breiten Streifen.

In West-Berlin plante Hans Scharoun auf dem westlichen Gelände zwischen Potsdamer Platz, Tiergarten und Landwehrkanal das Kulturforum.

In 1960er Jahren entstanden nach den Plänen Hans Scharouns die Philharmonie und die Staatsbibliothek. Ludwig Mies van der Rohe entwarf die Neue Nationalgalerie.

In den 1970er Jahren kam das Staatliche Institut für Musikforschung mit dem Instrumenten-Museum von Hans Scharoun dazu und das Kunstgewerbe-Museum von Rolf Gutbrod.

Aus den 1980er Jahren stammt der an die Philharmonie grenzende Kammermusiksaal.

Nach dem Fall der Mauer eröffneten im Kulturforum die Gemälde- und Skulpturengalerie des Architekten Rolf Gutbrod mit dem von Hans Hollein entworfenen Forum, das Kupferstichkabinett und die Kunstbibliothek.

Für die Bebauung der Mauer-Brachfläche am Potsdamer Platz in der begehrten Lage nahe Tiergarten, Brandenburger Tor und Reichstag fanden sich schnell Investoren und renommierte Architekten.

Neben dem Kulturforum liegt an der Mündung der Alten Potsdamer Straße das Quartier DaimlerChrysler mit dem Hyatt Hotel von Rafael Moneo, mit Kinos, mit der Spielbank Berlin, dem Musical-Theater und dem debis-Haus von Renzo Piano, einem Büroblock von Arata Isozaki und das Einkaufs- und Ladenzentrum der Potsdamer Platz Arkaden von Renzo Piano.

In dem 1912 errichteten Haus Huth können Sie die Kunstsammlung DaimlerChrysler besichtigen.

Einen guten Blick auf das Gelände haben Sie vom Panorama-Punkt des DaimlerChrysler Hochhauses von Hans Kollhoff.

Um das DaimlerChrysler Zentrum stehen Skulpturen bekannter Künstler: "Riding Bikes" und "Balloon Flower" von Robert Rauschenberg, "Meta Maxi" von Jean Tinguely, "Galileo" von Marc di Suevo, "Light Blue" von Francois Morellets, "Nam Sat" von Nam June Park, "Boxer" von Keith Haring.

Spektakulär wirkt das Sony-Center von Helmut Jahn, mit der viel fotografierten offenen Segeldach-Konstruktion zwischen den Türmen.

In das neu errichtete Hotel Esplanade ist der erhaltene Kaisersaal integriert - auf Luftkissen um 75m verschoben.

Sie finden im Sony Center Restaurants, Cafes, ein Sony-Kaufhaus, ein Kino, das Filmhaus Berlin und das Film-Museum mit - unter anderem - dem Nachlass von Marlene Dietrich.

In dem 26stöckigen gläsernen Büroturm des Sony-Centers arbeitet die Zentrale der Deutschen Bahn. Direkt am U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz stehen die Park-Kolonnaden des Architekten Giorgio Grassi.

Vom Potsdamer Platz gelangen Sie über die Ebertstraße am Tiergarten entlang zum Brandenburger Tor (Unter den Linden, S1, S2, S25, S26, Bus 100, 200).

Das Brandenburger Tor entstand 1788-1791 als Abschluss des Prachtboulevards Unter den Linden, kurz nachdem Friedrich der Große gestorben war, Preußen sich gerade wieder von der europäischen Bühne verabschiedet hatte und der neue König Friedrich Wilhelm II sich vor allem für Frauen interessierte.

Das Vorbild des Brandenburger Tors war die Athener Akropolis. Ursprünglich lenkte in der Quadriga auf dem Tor eine Friedensgöttin die mit vier Pferden bespannte Kutsche.

Napoleon ließ nach der Besetzung der Stadt die Quadriga nach Paris senden, Blücher holte sie 1814 zurück nach Berlin. Die Friedensgöttin wandelte sich nach ihrem Ausflug zur Siegesgöttin und hielt jetzt einen Stab mit Eisernem Kreuz, Eichenkranz und Preußischem Adler.

Nach 1945 wehte auf dem Brandenburger Tor die Sowjetische Fahne, die Quadriga war zerstört.

Das Brandenburger Tor wurde zum Symbol der Teilung Berlins: Die Mauer verlief unmittelbar vor der Westseite.

Aus in West-Berlin gelagerten Abgüssen wurde von der DDR in Gesamt-Berliner Kooperation die Quadriga restauriert - ohne den Stab mit dem Eisernen Kreuz.

Der Stab mit Eisernem Kreuz und Preußenadler, den die Siegesgöttin der Quadrige heute in der Hand hält, stammt aus der Restaurierung nach dem Fall der Mauer.

Der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ist heute Fußgängerzone, die Abgase setzten der Bausubstanz zu sehr zu. An dem Platz standen vor dem zweiten Weltkrieg Botschaften, das Wohnhaus des Malers Max Liebermann und das Hotel Adlon.

Die neue Bebauung lehnt sich an den Vorkriegs-Zustand an: Sie finden hier die französische Botschaft, das neue Hotel Adlon, die US-Botschaft und um die Ecke in der Wilhelmstraße die britische Botschaft. Die historischen Ausstellungs-Räume der Akademie der Künste umschließt ein Neubau. Die Stiftung Brandenburger Tor der Berliner Bankgesellschaft residiert in dem neuen Haus Liebermann und weitere Banken sind an der repräsentativen Adresse eingezogen. Sehenswert ist der Innenraum der DG-Bank von Frank O. Gehry.

Neben dem Brandenburger Tor, zwischen Ebert-, Wilhelm- und Behrenstraße liegt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas von Peter Eisenmann.

Im Tiergarten hinter dem Brandenburger Tor kommen Sie an der Straße des 17. Juni an einem bronzenen Soldaten der Roten Armee und zwei sowjetischen Panzern vorbei: Das Sowjetische Ehrenmal wurde 1945-46 errichtet aus den Marmor-Trümmern von Hitlers Neuer Reichskanzlei an der Voßstraße. Hinter dem Ehrenmal liegen die Gräber von 2000 sowjetischen Soldaten.

Vom Brandenburger Tor aus haben Sie die Wahl: Folgen Sie weiter der Ebertstraße, so gelangen Sie in kurzer Zeit zum Reichstag und zu den neuen Regierungsgebäuden. Gehen Sie Unter den Linden entlang, sehen Sie repräsentative Bauten des preußischen Berlins.

Reichstag und neue Regierungsgebäude

Der Reichstag und die neuen Regierungsgebäude liegen am nördlichen Tiergarten an der Spree. Sie erreichen die Gebäude mit dem Bus (100, 200) oder zu Fuß über die Ebertstraße von der S-Bahn-Haltestelle Unter den Linden (S1, S2, S25, S26). Auf der anderen Seite der Spree entsteht am S-Bahnhof Lehrter Straße der Lehrter Zentralbahnhof.

Der Reichstag wurde 1884-1894 im Neo-Renaissancestil errichtet und war danach nicht ganz vierzig Jahre lang Sitz der deutschen Volksvertretung: Nach dem Reichstagsbrand 1933 stand das Gebäude leer.

1970 war das Gebäude wieder hergestellt: Der Bonner Bundestag tagte in regelmäßigen Abständen im Reichstag - unter Protest von DDR und Sowjetunion.

1991 entschied sich der neu gewählte gesamtdeutsche Bundestag für Berlin und den Reichstag als Regierungssitz. Der Architekt Sir Norman Foster erhielt den Auftrag für den erforderlichen Umbau und die neue gläserne Reichstagkuppel.

Vor dem Beginn der Bauarbeiten verpackten Christo und Jeanne-Claude den Reichstag und verliehen dem geschichtlichen Ernst einen Hauch von spielerischer Leichtigkeit.

Sir Norman Fosters gläserne Reichtagskuppel ist begehbar. Auf der Aussichtsplattform haben Sie einen guten Blick über Berlin. Am Fuß der Kuppel zeigt eine Ausstellung die Geschichte des Reichstags, oben finden Sie ein Dachgartenrestaurant.

Quer über die Spree erstreckt sich das Band des Bundes mit dem Bundeskanzleramt, den Abgeordnetenbüros und der Bundestagsverwaltung.

Hinter dem Bundeskanzleramt veranstaltet in der Kongresshalle das Haus der Kulturen der Welt Konzerte und Ausstellungen - das Gebäude war der Beitrag der USA zur internationalen Bauausstellung 1957.

Der Linienbus 100 hält am Haus der Kulturen. Sie können mit dem Bus eine Station weiterfahren bis zu dem Amtsitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue, der Schlosspark ist öffentlich zugänglich.

Von Schloss Bellevue aus fahren Sie mit dem Bus 100 weiter, oder Sie nehmen die S-Bahn (Bellevue, S3, S5, S7, S75 S9).

Preußen und Kaiserreich: Unter den Linden

Unter den Linden war ursprünglich der Reitweg der Kurfürsten vom Stadtschloss zu den Jagdrevieren vor der Stadt. Vor allem Friedrich der Große ließ die Straße in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem repräsentativen Prachtboulevard ausbauen.

Beginnen Sie am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor (Haltestelle Unter den Linden, S1, S2, S25, S26, Bus 100, 200). König Friedrich Wilhelm II, der lebenslustige Nachfolger Friedrichs des Großen, ließ das Tor als Abschluss des Prachtboulevards Unter den Linden bauen. Vorbild war die Athener Akropolis, in der Quadriga auf dem Tor lenkte eine Friedensgöttin die mit vier Pferden bespannte Kutsche.

Napoleon ließ nach der Besetzung der Stadt die Quadriga nach Paris senden, Blücher holte sie 1814 zurück nach Berlin. Die Friedensgöttin wandelte sich nach ihrem Ausflug zur Siegesgöttin und hielt jetzt einen Stab mit Eisernem Kreuz, Eichenkranz und Preußischem Adler.

Nach 1945 wehte auf dem Brandenburger Tor die Sowjetische Fahne, die Quadriga war zerstört.

Das Brandenburger Tor wurde zum Symbol der Teilung Berlins: Die Mauer verlief unmittelbar vor der Westseite.

Aus in West-Berlin gelagerten Abgüssen wurde von der DDR in Gesamt-Berliner Kooperation die Quadriga restauriert - ohne den Stab mit dem Eisernen Kreuz.

Der Stab mit Eisernem Kreuz und Preußenadler, den die Siegesgöttin der Quadrige heute in der Hand hält, stammt aus der Restaurierung nach dem Fall der Mauer.

Der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ist heute Fußgängerzone, die Abgase setzten der Bausubstanz zu sehr zu. An dem Platz standen vor dem zweiten Weltkrieg Botschaften, das Wohnhaus des Malers Max Liebermann und das Hotel Adlon.

Die neue Bebauung lehnt sich an den Vorkriegs-Zustand an: Sie finden hier die französische Botschaft, das neue Hotel Adlon, die US-Botschaft und um die Ecke in der Wilhelmstraße die britische Botschaft. Die historischen Ausstellungs-Räume der Akademie der Künste umschließt ein Neubau. Die Stiftung Brandenburger Tor der Berliner Bankgesellschaft residiert in dem neuen Haus Liebermann und weitere Banken sind an der repräsentativen Adresse eingezogen. Sehenswert ist der Innenraum der DG-Bank von Frank O. Gehry.

Neben dem Brandenburger Tor, zwischen Ebert-, Wilhelm- und Behrenstraße entsteht das Denkmal für die ermordeten Juden Europas von Peter Eisenmann.

Im Tiergarten hinter dem Brandenburger Tor kommen Sie an der Straße des 17. Juni an einem bronzenen Soldaten der Roten Armee und zwei sowjetischen Panzern vorbei: Das Sowjetische Ehrenmal wurde 1945-46 errichtet aus den Marmor-Trümmern von Hitlers Neuer Reichskanzlei an der Voßstraße. Hinter dem Ehrenmal liegen die Gräber von 2000 sowjetischen Soldaten.

Gehen Sie vom Pariser Platz aus am neu errichteten Hotel Adlon vorbei Unter den Linden entlang. Die Russische Botschaft neben dem Hotel geht zurück auf das Palais der Prinzessin Amalie, der Schwester Friedrich II. 1832 zog der erste russische Diplomat ein.

Bis zur Friedrichstraße passieren Sie Neubauten: Bundestagsbüros und ZDF. Vor dem Krieg waren hier Geschäfte, Cafes, Restaurants und Hotels. Hinter der Kreuzung zeigt im Gebäude der Deutschen Bank die Deutsche Guggenheim moderne Kunst.

Auf der linken Seite sehen Sie das zwischen 1903 und 1914 errichtete neo-barocke Gebäude der Staatsbibliothek.

Das Gebäude der Humboldt-Universität stammt aus der Zeit Friedrich des Großen: Das Palais für den Bruder des Königs Prinz Heinrich wurde zwischen 1748 bis 1766 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorf gebaut. Gründer der Universität war Wilhelm von Humboldt.

Das Reiterstandbild Friedrich des Großen auf dem Mittelstreifen stammt aus dem Jahr 1851.

Das 1834 - 1837 für den Kronprinzen Wilhelm errichtete Alte Palais auf der rechten Seite gehört heute zur Humboldt-Universität. Wilhelm I wohnte hier bis zu seinem Tod 1888 - als Kronprinz, preußischer König und Deutscher Kaiser.

Neben dem Alten Palais steht die 1775 - 1780 entstandene Alte Bibliothek, deren bauchige barocke Fassade ihr den Spitznamen "Kommode" eingetragen hat. Das Gebäude gehört heute zur Humboldt-Universität.

In der Mitte des Bebelplatzes blicken Sie in einen verglasten Kellerraum: Die leeren Bücherregale der "versunkenen Bibliothek" erinnern an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten an diesem Ort.

Um den Bebelplatz herum plante Friedrich der Große mit dem Architekten Wenzeslaus von Knobelsdorff das Forum Fridericianum als kulturelles Zentrum Berlins. An der Süd-Ost-Ecke steht die St. Hedwigs-Kathedrale. Die Kirche wurde von Wenzeslaus von Knobelsdorff ab 1747 nach Vorbild des römischen Pantheons gebaut. Sie ist der Sitz des Berliner katholischen Bischofs.

Die klassizistische Staatsoper nebenan errichtete Wenzeslaus von Knobelsdorff ab 1741. Der erste deutsche Theaterbau außerhalb eines Fürstenhauses war gleichzeitig der größte Theaterbau Europas.

Das Operncafe stammt aus der Zeit des Vaters Friedrich des Großen: Das barocke Palais wurde zwischen 1733 und 1737 errichtet. Das benachbarte Kronprinzenpalais geht auf ein 1663-1664 errichtetes Gebäude zurück: Friedrich der Große wohnte hier als Kronprinz, ebenso Kronprinz Friedrich Wilhelm III mit seiner Frau Luise und der spätere Kaiser Friedrich III mit seiner Frau Victoria: Wilhelm II kam hier zur Welt.

Die klassizistische Neue Wache auf der linken Seite von Unter den Linden neben der Humboldt Universität stammt aus den Jahren 1816 - 1818, der Architekt war Karl Friedrich Schinkel. Die Neue Wache ist seit 1931 ein Denkmal mit wechselnden Benennungen: "Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkriegs", "Mahnmal für die Opfer von Faschismus und Militarismus", "Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft".

Im ursprünglich 1753 errichteten Palais zum Festungsgraben hinter der Neuen Wache residierten die preußischen Finanzminister. Das klassizistische Gebäude des Maxim-Gorki-Theaters stammt aus dem Jahr 1827: In dem Konzertsaal spielte 1829 Mendelssohn-Barholdy.

Neben der Neuen Wache steht der größte Barockbau Berlins: das 1695 - 1730 errichtete Zeughaus. Ursprünglich ein Waffenarsenal wurde es 1870 zum Waffen- und Kriegsmuseum. 2005 eröffnete hier das Deutsche Historische Museum, für Wechsel-Ausstellungen ist der moderne Anbau von I.M. Pei gedacht.

Gegenüber der Neuen Wache an der Adresse Unter den Linden 1 finden Sie die "Alte Kommandantur" - eine 2001-03 erstellte Rekonstruktion des ursprünglichen, im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudes. Die Alte Kommandatur geht auf ein 1795-96 erbautes privates Palais zurück.

Sie überqueren die Spree auf der 1822-1824 errichteten Schlossbrücke des Architekten Karl Friedrich Schinkel. Die Skulpturen griechischer Gottheiten auf der Brücke schufen verschiedene Bildhauer nach Schinkels Entwürfen zwischen 1845 und 1857.

Sie befinden sich jetzt auf dem Areal des ehemaligen Berliner Stadtschlosses. Linker Hand am Lustgarten stehen der 1894-1905 errichtete Berliner Dom und - hier beginnt die Museums-Insel - das 1824-30 nach Enwürfen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Alte Museum. Die Museums-Insel gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am Schlossplatz wurde der Palast der Republik, der Sitz der DDR-Volkskammer, abgerissen. An der Stelle soll das Berliner Stadtschloss wieder aufgebaut werden.

Der Neue Marstall neben dem Palast der Republik wurde 1896-1901 errichtet, der integrierte Alte Marstall stammt aus dem Jahr 1670, er ist der einzig erhaltene früh-barocke Bau Berlins. Das 1624 errichtete Ribbeck-Haus nebenan ist das einzig erhaltene Renaissance-Wohnhaus Berlins.

Vom ehemaligen Palast der Republik aus gelangen Sie an den Statuen von Marx und Engels vorbei zum Alexanderplatz (S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8, Bus 100, 200).

Bei einer Stadtrundfahrt mit einem der Linienbusse (100, 200) von Bahnhof Zoo, vom Alexanderplatz oder dem Kranzlereck am Kurfürstendamm fahren Sie Unter den Linden entlang. Sie können an beiden Enden aus- und einsteigen: am Brandenburger Tor (Haltestelle Unter den Linden, S1, S2, S25, S26) und am Lustgarten bzw. Alexanderplatz (S- und U-Bahnhof, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8).

Haben Sie noch Zeit, bietet sich vom Alexanderplatz aus ein Besuch des Nikolai-Viertels an.

Alt-Berlin: Nikolai-Viertel und Klosterstraße

Das Nikolai-Viertel (S- und U-Bahnhof Alexanderplatz S3, S5, S7, S75, S9, U8) steht auf dem Gelände des ältesten Teils Berlins, die gotische Nikolaikirche geht auf eine romanische Basilika zurück. Das Viertel wurde von der DDR für die von beiden Teilen der Stadt gefeierte 750-Jahrfeier Berlins restauriert.

Am Nikolaikirchplatz 10 schrieb Gotthold Ephraim Lessing das Stück "Minna von Barnhelm". Die Gaststätte "Zum Nußbaum" Ecke Probststraße ist eine rekonstruierte Alt-Berliner Kneipe.

Das rekonstruierte Haus der Familie Knoblauch Ecke Poststraße zeigt in den original eingerichteten Räumen eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Bewohner im 19. Jahrhundert. Das Haus wurde ursprünglich 1759-1761 errichtet. Lessing, Mendelssohn, Wilhelm von Humboldt, Scharnhorst und der Freiherr von Stein waren hier zu Gast. Zur Familie gehörte Eduard Knoblauch, der Architekt der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße.*
*Das Knoblauchhaus ist voraussichtlich bis Ende 2006 wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Schräg gegenüber der Nikolaikirche steht an der Poststraße eine Kopie der Gerichtslaube des mittelalterlichen Rathauses. Die echte Gerichtslaube wurde im Babelsberger Schlosspark aufgestellt.

Das Ephraim-Haus an der Ecke zur Mühlendamm-Brücke stammte ursprünglich aus den Jahren 1763-1764. Das Berliner Stadt-Museum zeigt hier Ausstellungen zur Kultur- und Stadtgeschichte. Im Cafe des Ephraim-Hauses können Sie im Sommer auf der Spreeterasse sitzen.

Überqueren Sie den Mühlendamm und den Molkenmarkt, so kommen Sie zum U-Bahnhof Klosterstraße. Die Kirche des Franziskanerklosters stammt aus dem 13. Jahrhundert - sie ist nur noch eine Ruine.

An der Ecke der Klosterstraße zur Parochialstraße steht das Anfang des 18. Jahrhundert errichtete Palais Podewil. Das Palais Podewil ist heute ein Veranstaltungszentrum.

Sehenswert ist die 1695-1714 erbaute barocke Parochialkirche. Hinter der Kirche sind an der Waisenstraße Reste der Berliner Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jahrhundert erhalten.

Das Wirtshaus "Die letzte Instanz" an der Waisenstraße 16 verdankt den Namen dem nahen Gericht. Es soll das älteste erhaltene Wirtshaus Berlins sein.

Von der Waisenstraße sind Sie über die Grunerstraße gleich wieder am Alexanderplatz (S3, S5, S7, S75, S9, U2, U5, U8, Bus 100, 200).

Grünfläche und moderne Architektur in der Mitte Berlins: Tiergarten

Auf Ihrer Tour durch das Stadtzentrum haben Sie Gelegenheit, sich im Grünen zu entspannen: Zwischen Kurfürstendamm (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, Bus 100, 200), Potsdamer Platz (S- und U-Bahnhof Potsdamer Platz, S1, S2, S25, S26, U2, Bus 200), Brandenburger Tor, Reichstag (Unter den Linden, S1, S2, S25, S26, Bus 100, 200), Hansa-Viertel (Hansaplatz, U9, Tiergarten S3, S5, S7, S75, S9, Bus 100) und Schloss Bellevue (S3, S5, S7, S75, S9, Bus 100) erstreckt sich der Tiergarten, mit einem - sehr sehenswerten - Zoo, 25 km Spazierwegen, einem See mit Bootsverleih und einem Biergarten.

Hitlers Baumeister Speer konnte von seinen monumentalen Plänen nicht viel verwirklichen, doch er erweiterte die Straße, die hinter dem Brandenburger Tor durch den Tiergarten führt zur breiten West-Ost-Achse und versetzte die Wilhelminische Siegessäule von 1873 und die Denkmäler für Bismarck, General Moltke und Kriegsminister Roon vom Reichstag an den Großen Stern in der Mitte des Tiergartens (Großer Stern, Bus 100).

Die Siegessäule können Sie besteigen, Sie haben von der 48m hohen Aussichtsplattform einen guten Rundblick auf Berlin.

Sie erreichen den Zoologischen Garten über den Kurfürstendamm am Breitscheidplatz oder über den Bahnhof Zoo (S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten, S3, S5, S7, S75, S9, U2, U9, Bus 100, 200). Der Berliner Zoo war bei seiner Gründung 1844 der erste Tierpark Deutschlands, inzwischen rühmt er sich der größten Artenvielfalt der Welt.

Hinter dem Zoo erinnert am südlichen Ufer des Landwehrkanals unter der Lichtensteinbrücke ein Mahnmal an Rosa Luxemburg, die hier 1919 von Freikorps-Soldaten ermordet in den Landwehrkanal geworfen wurde. Ein paar hundert Meter weiter nördlich wurde am Neuen See Karl Liebknecht erschossen.

Überqueren Sie vom Zoo aus den Landwehrkanal auf der Lichtensteinbrücke und gehen Sie die Lichtensteinallee entlang. Biegen Sie in den Großen Weg nach rechts ab überqueren Sie die Hofjäger Allee halb nach rechts und gehen Sie die Tiergartenstraße entlang. Hier im Diplomatenviertel besichtigen Sie moderne Architektur auf engem Raum

Für die neue indische Botschaft kam roter Sandstein aus Rajastan nach Berlin, die österreichische Botschaft entwarf Hans Hollein, die mexikanische Botschaft fällt mit gefaltetem Beton auf und an der Ecke Stülerstraße, Hofjäger Allee und Klingelhöfer Straße liegen die Nordischen Botschaften der Architekten Berger und Parrkinen (Bus 100, 200).

An der Klingelhöferstraße 14 gelangen Sie am Herkulesufer des Landwehrkanals zum 1979 eröffneten Bauhaus-Archiv von Walter Gropius.

Moderne Architektur aus den 1950er Jahren können Sie besichtigen, wenn Sie vom Herkulesufer aus quer durch den Tiergarten gehen: Klingelhöfer Straße und Hofjäger Allee entlang über den Großen Stern (Bus 100) nordwestlich die Altonaer Straße entlang gelangen Sie in das Hansa-Viertel (Hansaplatz, U9). Das im zweiten Weltkrieg völlig zerbombte Viertel war Zentrum der internationalen Bauausstellung 1957 (Tiergarten, S3, S5, S7, S75, S9, Hansaplatz, U9). Neben vielen anderen Bauten renommierter Architekten hat hier Alvar Aalto einen Wohnblock in der Nähe der U-Bahnstation Hansaplatz entworfen (Klopstockstraße 30-32, U9), Walter Gropius einen Wohnblock in der Händelallee 3-9, Oscar Niemeyer ein Gebäude an der Altonaer Straße 4-14 und Max Taut ein Haus am Hanseatenweg 1-3.