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Franz Liszt trat 1841 zum ersten Mal in Weimar auf. 1842 nahm er die Stelle des - außerordenlichen - Hofkapellmeisters in Weimar an. Gleichzeitig reiste er weiterhin als Klaviervirtuose durch Europa. Die Weimarer Großherzogin Maria Paulowna, eine Tochter des russischen Zaren, bemühte sich, die kulturelle Bedeutung der Stadt nach der klassischen Ära aufrechtzuerhalten. Sie unterstützte und bezahlte Franz Liszt aus ihrem privaten Vermögen. 1848 ließ sich Liszt in Weimar nieder und erhielt die Stelle des - ordentlichen - Hofkapellmeisters. Er komponierte eigene Orchesterwerke, brachte in Weimar die moderne Musik seiner Zeit zur Aufführung: Berlioz und Schumann, besonders setzte sich Liszt für Richard Wagner ein: Die Uraufführung der Oper Lohengrin fand in Weimar statt. Mit Liszt kamen 1848 Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein und ihre kleine Tochter Marie nach Weimar, Großherzogin Maria Paulowna überließ der Fürstin die Altenburg in der Jenaer Straße 3. Liszt wohnte zunächst im Hotel Erbprinz am Markt, ab 1850 lebte er ebenfalls in der Altenburg. Die Altenburg wurde zum Zentrum des künstlerischen Kreises um Franz Liszt. Liszt gründete in Weimar die 'Neudeutsche Schule', unter den Besuchern der Altenburg waren Hector Berlioz, Hans von Bülow und Johannes Brahms. Der steckbrieflich gesuchte Richard Wagner fand Aufnahme und Unterstützung bei seiner Flucht in die Schweiz. Heute haben in der Altenburg das Franz-Liszt-Zentrum der Hochschule für Musik und die Franz-Liszt-Gesellschaft Weimar ihren Sitz. Liszt verließ 1861 Weimar. Besichtigen können Sie das Liszt-Haus am Ilmpark, Marienstraße 17. Hier wohnte Liszt ab 1869 bei Aufenthalten in Weimar. Franz Liszt war ein Star des Musikbetriebs, seine Selbststilisierung, die Affairen, die Beziehung zu Wagner, die familiären Streitigkeiten faszinieren Biographen bis heute. 2004 gab Direktorin Nike Wagner dem Weimarer Kunstfest in Erinnerung an ihren Ururgroßvater Franz Liszt das Motto 'Pelerinages - Mal du Pays - Heimweh'. |