www.naturparkreisen.de

Im Hainich wächst ein Urwald mitten in Deutschland. Sie folgen der Spur der Nachtigall, begeben sich auf Morgenpirsch, beobachten Vögel und lauschen den Vogelstimmen, lassen sich mit einer Kutsche durch den Wald fahren, oder Sie hören einer Märchenerzählerin zu über die Mythen des Waldes und der Bäume:

Die geführten Wanderungen der Nationalpark-Verwaltung bieten Ihnen das alles und noch viel mehr. Viele Wanderwege sind für Radfahrer freigegeben.

Das Bäumeklettern wird einfach auf dem Baumkronenpfad - vergessen Sie Ihr Fernglas und Ihren Fotoapparat nicht.

Der Nationalpark Hainich ist ein Rückzugsgebiet für Tier- und Pflanzenarten:

Sie finden im Hainich seltene Tiere wie die Wild-Katze, den Schwarz-Storch oder die Bechstein-Fledermaus.

Spechte finden ideale Nistplätze, Sie können Baum-Falken, Braun- und Schwarz-Kelchen, Bekassine, Neuntöter und Raubwürger beobachten.

Rot- und Dam-Hirsche, Rehe, Wildschweine, Marder, Füchse und Dachse fühlen sich im Hainich wohl.

Beweidete Wiesen, kleine Gewässer, Gebüsch und Wald: Ein besonderes Naturerlebnis sind im Frühjahr die vielfarbigen Blüten und Schmetterlinge.

Am Silbersee bei Kindel nisten Wasservögel und Schnepfen, die Gewässer um den See sind Biotope für Gelbbauch-Unken, Laub-Frösche, Kamm-Molche, Kreuz-Kröten und Feuer-Salamander.

Im Nationalpark Hainich steht der größte zusammenhängende Laub-Mischwald Europas, mit einem großen Bestand an Buchen.

Der Süden des Hainich wurde jahrzehntelang als Truppenübungsplatz genutzt, der Wald entwickelte sich dadurch ungestört, gerodete Flächen erobert er sich jetzt wieder: eine seltene Gelegenheit, natürliche Waldentwicklung zu beobachten.

Im mittleren und nördlichen Hainich bewirtschaften bäuerliche Genossenschaften den Wald seit Jahrhunderten naturnah, alte und junge Bäume stehen nebeneinander, der hohe Totholzanteil nützt Käfern, Pilzen, Moosen und Flechten.

Sie reisen durch Natur und Geschichte: Mittelalterlichen Handelsrouten entlang führen durch den Hainich zahlreiche Wander-Wege, etwa die Wege zur Betteleiche oder der 31,3 km lange Rennstieg - eine kürzere Alternative zu dem Rennsteig durch den Thüringer Wald.

Gute Ausgangspunkte für Wanderungen in den Hainich sind Eisenach, Bad Langensalza, Seebach, Weberstedt, Mühlhausen, Kammerforst, Mihla.

Die Nationalpark-Verwaltung in Bad Langensalza bietet Vogelstimmen-Wanderungen, Morgen- und Abendpirsch, Exkursionen, Kutsch-Fahrten und Rad-Touren an. Kinder gehen auf Ferienwanderung mit der Nationalparkwacht, falten Origami-Tiere, folgen der Märchen-Erzählerin und gehen auf Schatzsuche.

Südöstlich der Gemeinde Kammerforst finden Kinder den "Wildkatzenkinderwald". Der Walderlebnis-Spielplatz bietet Kletterlabyrinthe, -wände und -gerüste, Sandkasten, Schaukel, Kriechtunnel und Spinnennest - künstlerisch aus Holz gestaltet.

Von April bis Oktober fahren an Wochenenden und Feiertagen Wanderbusse, und der Hainich-Express fährt von Mülverstedt zum Ihlefeld direkt in den Nationalpark.

Der 3,3 km lange Erlebnispfad Brunstal vom Parkplatz Fuchsfarm in Mülverstedt eignet sich für Rollstuhlfahrer.

Für Radfahrer freigegebene Wege sind mit einem Fahrradzeichen markiert. Quer durch den Nationalpark führen zwei Routen: Von Ost nach West fahren Sie von Bad Langensalza über die Thiemsburg, das Craulaer Kreuz nach Berka vor dem Hainich, von Nord nach Süd von Mühlhausen über Kammerforst nach Berka vor dem Hainich. Detaillierte Auskunft erteilen die Nationalpark-Informationen.

Über den Hainich hinaus ein Gleichgewicht zu schaffen von regionaler Entwicklung, Natur und Tourismus ist das Ziel des Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.