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Sie gehen in dem Ausstellungs-Freigelände der keltischen und germanischen Kultstätte in Niederdorla bei Mühlhausen durch die Schilflandschaft des Moors zu den

rekonstruierten Kult- und Opferstätten - von der späten Hallsteinzeit bis zur Zeit der Völkerwanderung.

Sie sehen ein mit 2000 Jahre alten Handwerkstechniken

originalgetreu errichtetes germanisches Dorf.

Der Ausstellungs-Pavillon zeigt die Geschichte der Kultstätte anhand von

Modellen und Fundstücken.

Die Kultstätte im Moor bei Niederdorla entdeckten Torfarbeiter 1957.

Ausgrabungen des Weimarer Museums für Ur- und Frühgeschichte fanden Altäre, Holzfiguren von Gottheiten, Menschen- und Tier-Opfer vom 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bis zum 7. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung.

Kelten hatten den See als heilige Stätte angesehen, Germanen die Tradition übernommen.

Etwa 800 m von der Kultstätte entfernt fanden die Ausgräber eine germanische Siedlung.

Die christlichen Missionare um den Angelsachsen Bonifatius aus Devonshire knüpften an heidnische Traditionen an: Am Rande des Moors standen zwei frühmittelalterliche Holzkirchen.

Mit der Gründung des Archidiakonats in Oberdorla festigte sich das Christentum weiter.

Die einstige Bedeutung ist in Nieder- und Oberdorla erkennbar: Die Dorfanger sind sehenswert.

An der Kirche von Oberdorla ist ein romanisches Portal aus dem 13. Jahrhundert mit den Figuren der Heiligen Peter und Paul erhalten.

In Niederdorla können Sie in der Dorfschenke von 1555 noch heute einkehren.

In 51° 10° nördlicher Breite und 10° 27° östlich Greenwich kreuzen sich in Niederdorla Linien von Süd nach Nord und West nach Ost: Die Gemeinde ist seit 1990 stolz darauf, am geographischen Mittelpunkt Deutschlands zu liegen.